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Idealgewicht braucht mehr als gesunde Ernährung

Individuelle und gesellschaftliche Einflussfaktoren

sup.- Das ist das Vertrackte an Diäten: Wenn die überzähligen Pfunde erst einmal da sind, ist es schwierig, sie wieder loszuwerden. Einfacher ist die Abwehr von Pfunden, die noch gar nicht entstanden sind. Dies erfordert allerdings ein vorbeugendes Verhalten, das über eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung weit hinausgehen muss. Mindestens ebenso wichtig für die individuelle Verhaltensprävention ist ausreichend Bewegung, damit der Körper die zugeführten Kalorien auch wieder verbrauchen kann. Darüber hinaus zielt die so genannte Verhältnisprävention auf die Optimierung äußerer Rahmenbedingungen, die ebenfalls Gesundheit und Körpergewicht beeinflussen. Bei Kindern gehören zu diesen gesellschaftlichen Faktoren beispielsweise die Qualität des Schulessens sowie das Sportangebot im Unterricht oder in Vereinen. Wer sein Idealgewicht ausschließlich über Zutaten und Zusammensetzung seiner Mahlzeiten erreichen will, lässt also Entscheidendes außen vor. In seinem Buch „Schluss mit Essverboten“ (Plassen-Verlag) beschreibt der Wissenschaftspublizist Detlef Brendel anschaulich die fatalen Folgen einer ausschließlich auf die Ernährung fokussierten Gesundheits- und Gewichtsvorsorge.

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